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Der Bauantrag: Auf dem Weg zur Genehmigung Ihres Bauvorhabens

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Bevor ein Bauprojekt umgesetzt werden kann, muss bei der zuständigen Stelle, dem Bauamt, ein Bauantrag eingereicht und genehmigt werden. Die dafür notwendigen Formulare unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und enthalten alle relevanten Details rund um das Projekt. Dieser DTAD Beitrag erläutert, welche Dokumente im Allgemeinen für einen Bauantrag benötigt werden, wie sich dieser von einer Bauanzeige unterscheidet und wie viele Bauvorhaben 2022 im Hochbau genehmigt worden sind.

 

Der Bauantrag wird von einer bauvorlagenberechtigten Partei erstellt. Das sind zum Beispiel Architektur- oder Bauingenieurbüros, die im Auftrag der Bauherrenschaft alle notwendigen Formulare zusammenstellen. Im Voraus ist es jedoch häufig nötig, eine so genannte Bauvoranfrage zu stellen. Sie ist als Vorstufe zum Bauantrag zu verstehen und klärt die grundsätzliche Frage, ob das Bauvorhaben überhaupt genehmigungsfähig ist.

Dabei wird zum Beispiel geprüft, ob Änderungen im bestehenden Bebauungsplan erfolgen müssen oder ob ein neuer Bebauungsplan erstellt werden muss, da dieser für das zu bebauende Grundstück nicht existiert.

 

Wie wird ein Bauantrag gestellt und welche Unterlagen werden dafür benötigt?

Welche Unterlagen bei einem Bauantrag eingereicht werden müssen, hängt von den Regelungen in der Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes ab. Im Folgenden werden jene Schriftstücke aufgeführt, die unabhängig von den Vorgaben der Bundesländer bei einem Bauantrag eingereicht werden müssen:

  • Antragsformular entsprechend der amtlichen Vordrucke
  • Amtlich anerkannter Lageplan oder Liegenschaftskarte aus dem Katasteramt
  • Bauzeichnungen im Maßstab 1:100
  • Baubeschreibung erstellt durch bspw. ein Architekturbüro oder ein Bauunternehmen
  • Angaben über die Grundstücksentwässerung, Wasserversorgung sowie Erschließung
  • Nachweise über die Berechnung der Geschosse, Wohneinheiten, Nutzfläche sowie die Stellplätze

 

Wie lange dauert es in der Regel, bis eine Baugenehmigung vorliegt?

Sobald alle Unterlagen eingereicht worden sind, werden diese geprüft. Falls Dokumente fehlen, können diese in einer gesetzten Frist nachgereicht werden. Das verzögert allerdings den Genehmigungsprozess, denn die offizielle Bearbeitungsdauer beginnt erst mit dem Eingang des vollständigen Antrags. In der Regel liegt diese zwischen sechs Wochen bis zu sechs Monaten. Die Zeit variiert von Amt zu Amt und hängt zum Beispiel auch von der Personalstärke ab.

Sollte die Prüfung ergeben, dass das Vorhaben in der eingereichten Form nicht genehmigungsfähig ist, werden Änderungen vorgeschlagen und der Antragsprozess beginnt erneut. Andererseits ist es auch möglich, dass eine Baubewilligung erteilt wird, unter der Maßgabe, dass bestimmte Änderungen umgesetzt werden. Dies können bei einem Wohnbauprojekt zum Beispiel die Anzahl von Wohnungen, die Größe der Parkplatzflächen sowie die Einrichtung einer E-Ladestation sein.

Insgesamt handelt es sich bei dem Baubewilligungsverfahren um einen Prozess, der viel Geduld, Arbeit und Zeit in Anspruch nimmt. Sehr selten vergehen Jahre, bis eine Baugenehmigung erteilt wird. Beschleunigen lässt sich alles nicht nur durch Vollständigkeit, sondern auch durch einen ständigen Dialog mit der zuständigen Stelle. So kann beispielsweise auch die Öffentlichkeit frühzeitig einbezogen werden, was die Wahrscheinlichkeit von Protesten gegen das Vorhaben mindert.

 

Wie unterscheidet sich die Bauanzeige von einem Bauantrag?

In Ausnahmefällen ist es außerdem möglich, eine schnellere Bewilligung durch eine Bauanzeige zu erwirken. Bei dieser sind weniger Dokumente einzureichen und sie gilt als ein vereinfachter Bauantrag. Unter folgenden Bedingungen kann statt eines Bauantrags eine Bauanzeige gestellt werden:

  • das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplan
  • das Bauvorhaben widerspricht den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht
  • die Erschließung ist gesichert
  • die Gemeinde erklärt nicht, dass ein Baugenehmigungsverfahren durchgeführt werden soll

 

Wie viele Bauvorhaben im Hochbau wurden 2022 genehmigt?

Zum Abschluss soll noch ein kurzer Blick darauf geworfen werden, welche Bauprojekte 2022 genehmigt worden sind. Laut statistischem Bundesamt wurden bis einschließlich Oktober 2022 im Bereich Hochbau bundesweit 185.241 Wohn- und Nichtwohngebäude genehmigt. Einbezogen sind dabei Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden und Neubauten. Davon sind 149.740 Genehmigungen für Wohngebäude erteilt worden. Im September und Oktober ist ein leichter Abwärtstrend an genehmigten Vorhaben zu erkennen. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2021 insgesamt 248.688 Bewilligungen und davon 201.055 Wohngebäude.

 

Fazit: Bleiben Sie im Dialog mit dem Bauamt

Der genehmigte Bauantrag ist die Grundvoraussetzung für das Gelingen eines Bauprojektes. Dafür nötig sind korrekte, detaillierte und vollständige Dokumente, die den Regelungen sowie dem Bebauungsplan entsprechen. Ein guter Kontakt zwischen Bauherrenschaft und zuständiger Stelle kann die Chancen einer Bewilligung erhöhen, da sich die Anforderungen von Bundesland zu Bundesland unterscheiden und sich nur durch Kommunikation Fehlplanungen vermeiden lassen.

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