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Nachhaltigkeit im Bau: 6 Tipps für energieeffizientere Bauprojekte

Nachhaltigkeit im Bau: 6 Tipps für energieeffizientere Bauprojekte

Nachhaltiger und „grüner“ Bauen – nicht nur der gesellschaftliche Anspruch an Baudienstleister steigt.

 

Bauunternehmen geraten durch Lieferengpässe und knappe Rohstoffe aktuell immer stärker unter Druck. Baudienstleister, die sich jetzt an die veränderte Lage anpassen, können sich zukunftssicher aufstellen – und ihre Effizienz nachhaltig steigern.

 

Was ist nachhaltiges Bauen?

Im nachhaltigen Bauen (Green Building) stehen der reduzierte Energie- und Ressourcenverbrauch, eine geringere Belastung für Mensch und Umwelt sowie die bessere Wirtschaftlichkeit eines Baus über den gesamten Lebenszyklus hinweg im Fokus. Nachhaltigkeit im Bauwesen baut klassischerweise auf drei Säulen auf:

  • Ökologie
  • Ökonomie
  • Soziokulturelles

Kurz gesagt umfasst nachhaltiges Bauen den gesamten Bauprozess: von der Planung bis zur Umsetzung.

 

Warum ist nachhaltiges Bauen so wichtig für Baudienstleister?

Es besteht eine erhöhte Nachfrage nach Baumaterialien – angefangen beim Holz über Stahl bis hin zu Baustoffen auf Erdölbasis. Die Folge sind steigende Materialpreise: Bauherren müssen für Baudienstleistungen tief in die Tasche greifen. Die politische Lage verschärft die Situation. Steigende Energiepreise treiben die Kosten für Baudienstleistungen zusätzlich in die Höhe.

Unabhängig von der Rohstoffknappheit und steigenden Energiepreisen gibt es weitere gute Gründe, warum Sie als Baudienstleister auf nachhaltiges Bauen setzen sollten. Wir verraten Ihnen sechs Tipps, mit denen Sie Ihre Bauprojekte energieeffizient umsetzen und gleichzeitig Ihre

  • CO2-Bilanz verbessern,
  • Prozesseffizienz steigern und
  • Nachhaltigkeits-Zertifizierung anstreben.

 

Tipp 1: Stellen Sie auf nachhaltige Baustoffe um

Setzen Sie beim energieeffizienten Bauen insbesondere auf nachhaltige Baustoffe. Diese sind Materialien, die sich in den Recycling-Kreislauf zurückführen lassen. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Holz
  • Kork
  • Ton
  • Jute
  • Ziegel
  • Kies
  • Reet

Aufgrund des hohen Energieaufwands bei der Herstellung sind die Preise für Betonstahl in Stäben oder Betonstahlmatten in den letzten Jahren enorm gestiegen. Im Vergleich zum Mai 2020 ist der Preis für Betonstahl im Mai 2021 um 44,3 % gestiegen, für Betonstahlmatten um 30,4 %. Doch zu welchen Angeboten können Sie als Baudienstleister den Bauherren raten, um Bodenplatten, Decken oder Wände zu verstärken?

Eine Alternative für nachhaltige Gebäude sind Bewehrungen aus Carbon, Glas oder Basalt. Basaltbewehrter Beton beispielsweise ist nicht nur leicht und günstig, das vulkanische Gestein ist in unserer Umwelt zudem reichlich vorhanden und rostet nicht.

Neben Stahl haben auch die Preise für Dämmstoffe aus Polystyrol und Bitumen auf Erdölbasis angezogen. Alternativ gilt EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk der M-Gruppe) als besonders nachhaltiges Material, um Gebäude gegen Feuchtigkeit abzudichten. Herstellung, Verarbeitung und Nutzung der natürlichen Dämmstoffe belasten die Umwelt nur in geringem Maße. Zudem ist die ökologische Folie besonders langlebig: Sie kann wiederaufbereitet und beispielsweise für Bodenbeläge verwendet werden.

Im Sinne aller Baubeteiligten ist es ratsam, bei der Bauberatung und Planung des Materials neben nachhaltigen Baustoffen zudem regionale Materialien zu bevorzugen. Zum einen stellen Engpässen in Transport und Logistik eine weitere Herausforderung für Baufirmen dar. Zum anderen belasten lange Lkw-Transporte durch einen hohen Kraftstoffverbrauch die Umwelt und das Budget.

 

Tipp 2: Managen Sie Ihre Baugeräte smart

Smartes Gerätemanagement mithilfe des Internet of Things (IoT) kann die Sicherheit auf Baustellen erhöhen, die Produktivität steigern und Verzögerungen vermeiden. Gleichzeitig fördert es die Nachhaltigkeit beim Bau. Wenn Sie Ihre Baumaschinen digital verwalten und warten, sind die Geräte in Ihrem Bestand optimal ausgelastet und Sie vermeiden unnötige Transportwege und -kosten. Gleichzeitig überwachen Sensoren die Geräte. Mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) werden rechtzeitig Probleme erkannt, Servicetermine eingehalten und kostspieligen Ausfällen vorgebeugt.

Entscheiden Sie sich als Bauunternehmen bei Neuanschaffungen für energieeffiziente und intelligente Geräte, verschaffen Sie sich einen Vorteil. Mit Geräten, die über eine Start-Stopp-Automatik verfügen, reduzieren Sie beispielsweise Ihren Energieverbrauch. Maschinen, die Daten sammeln und auswerten, sorgen für mehr Sicherheit und den effizienten Einsatz, indem sie vor drohenden Gefahren warnen oder die Produktivität Ihres Bauprojekts steigern. Diese Daten können auch für zukünftige Bauberatungen nützlich sein.

 

Tipp 3: Bauen Sie Ihr lokales Liefernetz aus

Nicht alle Baustoffe können lokal bezogen werden. Häufig sind sie zudem teurer als bei der Konkurrenz in Übersee. Dass es sich dennoch langfristig lohnt, Anbieter zu vergleichen und lokale Lieferanten zu bevorzugen, hat die Corona-Pandemie gezeigt, während der es bei allen Baubeteiligten zu Störungen der globalen Lieferketten und zu Lieferengpässen kam.

Ein weiteres Beispiel für die Anfälligkeit globaler Lieferketten ist der Exportstopp von Magnesium, den die chinesische Regierung 2021 verhängte. China liefert mit Abstand die größte Menge des Leichtmetalls, das unter anderem für die Herstellung von Aluminium benötigt wird. Andere Lieferanten können die hohe Nachfrage nicht bedienen.

Die Aussage, dass Sie im lokalen Fachhandel meist mit höheren Preisen rechnen müssen, lässt sich zudem entkräften: Mit einem lokalen Liefernetz schonen Sie Ihr Budget, da Ihre Baufirma kürzere Transportwege und damit niedrigere Transportkosten hat. Zudem müssen Sie sich weniger Sorgen um Störungen in der Lieferkette machen und belasten die Umwelt weniger. Das macht Ihr Bauvorhaben nachhaltiger.

 

Tipp 4: Stellen Sie Ihren Fuhrpark auf Elektroantrieb um

Im März 2022 stiegen die Spritpreise in Deutschland auf ein Rekordhoch: Ein Liter Super kostete im bundesweiten Vergleich durchschnittlich 1,965 EUR, der Liter Diesel sogar 1,984 EUR. Grund genug für viele Baubeteiligte, die Dienstfahrzeugflotte auf nachhaltigen E-Antrieb umzustellen. In Deutschland wird der Bau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Unternehmen gefördert: Für den Bau von E-Ladestationen in Ihrem Bauunternehmen können Sie von der Förderbank KfW Zuschüsse bis maximal 45.000 EUR erhalten.

Elektromobilität ist aber nicht nur bei Pkw ein Thema: Mittlerweile bieten immer mehr Hersteller Lkw mit Elektroantrieb an, die sich in Bezug auf Leistung und Reichweite durchaus mit Dieselfahrzeugen messen lassen.

So gibt es bereits Elektrolaster, welche beispielsweise mit zwei E-Maschinen betrieben werden, die zusammen eine Dauerleistung von 445 PS (330 kW) und einer Spitzenleistung von 540 PS (400 kW) aufbringen. Die Reichweite der Elektro-Lkw liegt zwischen 300 und 400 Kilometern. Hier kann es sich durchaus lohnen, als Baubeteiligte genau hinzusehen und die Vor- und Nachteile aller Optionen zu vergleichen.

Zudem haben sich die Verkehrsminister:innen der EU darauf geeinigt, bis 2030 alle wichtigen Straßen in der EU mit Ladesäulen für E-Lkw auszustatten. Sollte Ihre Baufirma sich neue E-Nutzfahrzeuge anschaffen oder auf alternative Antriebe umrüsten wollen, können Sie darüber hinaus mit Förderung vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) rechnen.

 

Tipp 5: Setzen Sie auf smartes Fuhrparkmanagement

Was bei Baugeräten funktioniert, bewährt sich auch bei der effizienten Planung von Transport- und Dienstfahrten. Softwarelösungen unterstützen Sie bei Ihrem smarten Fuhrparkmanagement und helfen Ihnen dabei, Fahrten zu bündeln. So vermeiden Sie unnötige Fahrten, reduzieren den Kraftstoffverbrauch und schonen die Umwelt.

 

Tipp 6: Installieren Sie Photovoltaik für Ihre Baufirma

Die großen Dächer von Gewerbegebäuden und Werkhallen eignen sich oft für die Installation einer Solaranlage. Dank Photovoltaik produzieren Sie Ihren eigenen Strom, machen sich unabhängig vom Strommarkt und reduzieren gleichzeitig Ihren CO2-Fußabdruck. Bei einer entsprechenden Lösung können Sie beispielsweise mit dem Solarstrom vom Dach Ihres Bauunternehmens die Ladestationen für Ihren elektrischen Fuhrpark betreiben.

Auch für den Erwerb, das Errichten und sogar das Erweitern von etwa Batteriespeichern oder Photovoltaik-Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien stehen Ihnen Fördergelder der KfW zu. Zum Angebot einzelner Bundesländer gehören Förderprogramme für Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher im gewerblichen Bereich.

 

Fazit: Zeigen Sie, was Ihnen wichtig ist und lassen Sie sich zertifizieren

Nachhaltigkeit spielt in Bauunternehmen eine immer größere Rolle. Einerseits spart ein energieeffizienteres Bauen dem Unternehmen bares Geld, andererseits verschaffen Sie sich durch das ressourcenschonende Wirtschaften einen echten Wettbewerbsvorteil: Immer mehr Kund:innen legen bei der Bauberatung Wert darauf, dass sich Baufirmen umweltbewusst verhalten. Mithilfe von Zertifizierungen machen Sie nach außen deutlich, dass Sie diese Verantwortung ernst nehmen.

Mittlerweile ist es nahezu unmöglich, eine Ausschreibung ohne entsprechende Zertifizierungen zu gewinnen. Dies gilt insbesondere für Ausschreibungen im Bereich nachhaltiges Bauen (Green Building). In diesem Zusammenhang ist die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 für jede Baudienstleistung unerlässlich. Zeigen Sie den Entscheidungsträgern mit diesem Zertifikat, dass Sie die Energieeffizienz in Ihrem Unternehmen systematisch managen.

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