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Was Unternehmen im öffentlichen Markt wirklich brauchenDTAD Trendanalyse 2026

1.000 Entscheidungstragende. Vier Branchen. Klare Ergebnisse.

DTAD Trendanalyse 2026

Warum diese Trendanalyse?

Öffentliche Aufträge sind ein Billionenmarkt. Allein in Deutschland vergibt die öffentliche Hand jährlich Aufträge im Wert von mehreren hundert Milliarden Euro. Und zwar an Unternehmen, die den Markt kennen, den Prozess beherrschen und rechtzeitig dabei sind.
Und trotzdem: Viele Unternehmen nehmen nicht teil. Nicht weil die Aufträge fehlen, sondern weil Aufwand, Unsicherheit und fehlende Transparenz den Zugang blockieren.

Wie groß sind diese Hürden wirklich? Wo genau brechen Prozesse ab? Und was unterscheidet Branchen, die aktiv teilnehmen voneinander?

Um diese Fragen zu beantworten, hat der DTAD gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey eine systematische Befragung durchgeführt: 1.000 privatwirtschaftliche Entscheidungstragende in Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden, vier Branchen, ein klares Ziel: den Vergabemarkt 2026 datenbasiert abzubilden.

Die vier untersuchten Branchen wurden nicht zufällig gewählt. Bauwesen, IT und digitale Dienstleistungen, Gesundheit & Verwaltung sowie Industrie, Produktion & Verarbeitung stehen für unterschiedliche Zugänge zum Vergabemarkt und unterschiedliche Strukturen. Gemeinsam decken sie einen Großteil des öffentlichen Vergabepotenzials in Deutschland ab und zeigen damit, wie verschieden der öffentliche Markt von innen aussieht 

Uns vertrauen mehr als 5.500 Unternehmen

Die highlights aus Ider DTAD Trendanaylse

DTAD
  • 34%

    nennen lange Verfahrensdauer als größte Hürde im Alltag

  • 6 von 10

    Unternehmen wünschen sich Vereinfachung und Bürokratieabbau als dringendste Reform

  • 42%

    halten zentral abrufbare Ausschreibungsunterlagen für den entscheidenden Erfolgsfaktor

  • 1 von 3

    Unternehmen nutzt bereits KI-Anwendungen im Vergabeprozess

Fünf Themen, die den Vergabemarkt beschäftigen

Die Trendanalyse widmet sich fünf Themenbereichen. Den Ausgangspunkt bildet der Ist-Zustand: Wo bremst der Prozess und warum? Aus diesen Belastungen ergibt sich ein Reformdruck. Darauf folgt die praktische Frage, welche Rahmenbedingungen eine erfolgreiche Teilnahme ermöglichen – und schließlich der Blick auf die Werkzeuge: Was leisten Digitalisierung und KI wirklich?

Die Bremsen: Überlastung im Vergabemarkt

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Wo stockt der Vergabeprozess und warum? Zeitverlust, formale Last und fehlende Übersicht sind die größten Bremsen im Arbeitsalltag. Branchenübergreifend sind sich die Befragten in vielen Themen einig, unterscheiden sich aber in den Schwerpunkten.

DTAD Trendanalyse 2026 - Hürden im Vergabeprozess

Vergabe scheitert im Alltag selten an fehlendem Fachwissen. Sie scheitert an struktureller Überlastung. Lange Verfahrensdauer und Fristenmanagement nennen 34,1 % als größte Hürde, dicht gefolgt von hoher formaler und administrativer Komplexität (30,5 %). Fehlende Transparenz bei Anforderungen kommt auf 23,5 %.

Gemeinsam beschreiben diese drei Werte ein bekanntes Muster: Prozesse dauern zu lang, fordern zu viel und lassen zu viele Fragen offen. Aufwendige interne Koordination (17,7 %) und zu späte Kenntnis über relevante Vorhaben (15,7 %) verstärken diesen Befund. Beides sind Symptome eines Prozesses, der zu spät beginnt und intern zu viel Abstimmung erzeugt. 

Aus den Branchen: Besonders ausgeprägt zeigt sich die Überlastung in der IT, wo 73 % hohe administrative Komplexität und 66 % fehlende Transparenz als Hürden nennen. Im Bauwesen liegt aufwendige interne Koordination mit 32 % deutlich über dem Gesamtschnitt. In der öffentlichen Verwaltung und Gesundheit sind es vor allem lange Verfahrensdauern (61 %), die den Prozess prägen.

Die Forderungen: Reformen mit Wirkung

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Was muss sich im Vergaberecht dringend ändern? Der Wunsch nach Vereinfachung ist kein politisches Stimmungsbild, sondern direkte Reaktion auf erlebte Überlastung.

DTAD Trendanalse 2026 - Dringendste Reformen im Vergaberecht DTAD Trendanalse 2026 - Dringendste Reformen im Vergaberecht

60 Prozent der Befragten wünschen sich Vereinfachung und Bürokratieabbau. Das ist der mit Abstand meistgenannte Reformwunsch. Einheitliche Datenformate (26,0 %), mehr Rechtssicherheit (24,6 %) und mehr Transparenz (23,6 %) folgen mit deutlichem Abstand. End-to-End-Digitalisierung des gesamten Prozesses wünschen sich 22,4 % – ein relevanter, aber kein dominanter Wert.

Das Ergebnis legt nahe, dass der Markt keine fundamentale Systemtransformation fordert, sondern konkrete Entlastung dort, wo der Arbeitsalltag am stärksten drückt. 
Aus den Branchen: Der Reformdruck ist im Grundsatz branchenübergreifend, in der Intensität jedoch sehr unterschiedlich. IT-Entscheidende fordern mit 93,2 % nahezu ausnahmslos Vereinfachung. Das Bauwesen sticht mit einem besonders starken Wunsch nach Rechtssicherheit (49,4 %) hervor – eine Forderung, die aus der direkten wirtschaftlichen Abhängigkeit von Vergabeergebnissen entsteht. In der öffentlichen Verwaltung und Gesundheit liegt neben dem Vereinfachungswunsch (79,1 %) auch der Ruf nach Transparenz und Nachvollziehbarkeit (41,3 %) überdurchschnittlich hoch.

Die Erfolgsfaktoren: Erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungen

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Was brauchen Unternehmen, um an Ausschreibungen erfolgreich teilzunehmen? Die Antworten sind klarer als erwartet: Übersicht kommt vor Funktion. Wer Unterlagen nicht findet oder zu spät von einem Vorhaben erfährt, verpasst dadurch Erfolgschancen im öffentlichen Markt.

DTAD Trendanalyse 2026 - Wichtigste Informationen für Ausschreibungen

Zentral abrufbare Ausschreibungsunterlagen stehen mit 42,1 % klar an erster Stelle – mit einem Abstand, der keine Interpretation zulässt. Das klingt selbstverständlich. Es ist es aber nicht. Denn der Befund zeigt, dass das grundlegendste Werkzeug einer erfolgreichen Ausschreibungsteilnahme – der strukturierte, gebündelte Zugang zu Unterlagen – nach wie vor für viele nicht als gelöst gilt. Dabei beweist die Praxis der DTAD-Plattform, dass dieser zentrale Zugriff durch klare Strukturen und intelligente Tools bereits gelöst werden kann.

Wettbewerbs- und Marktdaten (29,1 %), strukturierte maschinenlesbare Unterlagen (24,4 %) und automatische Fristenbenachrichtigungen (23,6 %) folgen. Zusammen beschreiben diese vier Werte ein klares Bild: Der Markt sucht keine Komplexität, sondern Ordnung. Erfolg beginnt mit Übersicht. 

Aus den Branchen: Bauwesen (76,6 %) und öffentliche Verwaltung & Gesundheit (73,6 %) messen zentral abrufbaren Unterlagen überdurchschnittlich hohe Bedeutung bei. Das Bauwesen sticht zusätzlich mit 47,2 % bei Frühindikatoren für Auftragsbedarf hervor, einem Wert, der weit über dem Gesamtschnitt liegt und die langen Vorläufe der Branche erklärt. In der IT spielen API/CRM-Integration und historische Vergabedaten eine vergleichsweise größere Rolle.

Die Hebel: Digitalisierung die wirkt

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Digitalisierung im Vergabeprozess, aber wie? Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch relevant. Die Befragung zeigt, welche digitalen Aspekte im Alltag wirklich zählen und was der Markt darunter versteht.

DTAD Trendanalyse 2026 - Wichtige Aspekte für die Digitalisierung

Das Bild ist weniger eindeutig als bei den Reformwünschen – aber die Richtung ist klar: Die meistgenannten Aspekte betreffen Zentralität, Einheitlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Keine Einzelfunktionen, sondern Systemqualitäten.

Zentrale Erfassung aller Ausschreibungen (29,4 %) und einheitliche digitale Schnittstellen/Formate (29,3 %) liegen nahezu gleichauf. Transparente Dokumentation von Entscheidungen (27,8 %) und effiziente Workflows (25,3 %) zeigen: Digitalisierung wird im Vergabemarkt nicht als technisches Upgrade verstanden, sondern als Werkzeug zur Reduktion von Reibung. Der Einsatz von KI als Unterstützung steht mit 14,9 % dahinter – relevant, aber kein eigenständiger Treiber. 

Aus den Branchen: Transparente Dokumentation der Entscheidungen ist vor allem IT-Entscheidende wichtig (52,9 %). Im Bauwesen steht einfachere Auswertung durch digitale Systeme mit 41,3 % an erster Stelle – dem höchsten Wert aller Branchen in dieser Kategorie. Einheitliche digitale Schnittstellen/Formate werden besonders von der öffentlichen Verwaltung & Gesundheit (43,3 %) und der Industrie/Produktion/Verarbeitung (36,2 %) eingefordert.

Die Zukunft: Künstliche Intelligenz

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KI gewinnt im Vergabeprozess immer mehr an Bedeutung. Ein Drittel der Befragten nutzt sie bereits. Entscheidend ist nicht, ob sondern an welchem Punkt und wie sie eingesetzt wird.
DTAD Trendanalyse 2026 - Künstliche Intelligenz Die Zukunft: Künstliche Intelligenz DTAD Trendanalyse 2026 - Künstliche Intelligenz

Ein Drittel aller befragten Entscheidungstragenden nutzt bereits KI-Anwendungen im Vergabeprozess. Das ist keine Nische mehr. Die Frage ist längst nicht mehr ob sondern wo KI tatsächlich entlastet.

Die Antworten sind pragmatisch: Das größte Nutzenpotenzial sehen die Befragten bei der Ausschreibungssuche (28,7 %), beim automatischen Matching und der Klassifikation (26,4 %), bei der Angebotsbewertung (25,0 %) sowie bei Fristen- und Compliance-Checks (24,8 %). Das sind keine abstrakten Szenarien, sondern konkrete, im Alltag täglich relevante Aufgaben. 

Aus den Branchen: Die Nutzungsraten unterscheiden sich erheblich. In der IT sind es bereits 53 %, in der Industrie/Produktion/Verarbeitung 38,8 %, im Bauwesen 28,8 %. Nahezu keine Verbreitung findet KI aktuell in der öffentlichen Verwaltung und Gesundheit (4,5 %) – ein Befund, der auf strukturelle und regulatorische Barrieren hindeutet. In der IT liegen die wahrgenommenen Nutzenpotenziale besonders bei der Extraktion von Eignungskriterien (66,2 %) und dem automatischen Matching (62,9 %). Das Bauwesen sieht den größten Nutzen in der Ausschreibungssuche (48,3 %).

DTAD Trendanalyse 2026 - Was bedeutet das für Unternehmen im öffentlichen Markt?

Was bedeutet das für Unternehmen im öffentlichen Markt?

34 % der Befragten nennen lange Verfahrensdauer als größte Hürde. 60 % sehen Vereinfachung als zentralen Hebel. 42 % sagen, dass zentral verfügbare Unterlagen über eine Teilnahme entscheiden.

Für den DTAD zeigen die Zahlen ein konsistentes Bild. Die Herausforderungen liegen weniger in einzelnen Ausnahmen, sondern in wiederkehrenden Abläufen.

Zeit geht dort verloren, wo sie keinen Beitrag zum Angebot leistet. Bei der Suche nach relevanten Vorhaben. Beim Zusammenführen von Informationen. Bei der Koordination von Fristen und Anforderungen.

Der Engpass entsteht vor der eigentlichen Angebotsarbeit. Entscheidend ist, wann ein Vorhaben sichtbar wird, wie strukturiert Informationen vorliegen und wie viel Aufwand nötig ist, um arbeitsfähig zu sein. Genau an diesen Punkten setzen digitale Markt- und Vergabelösungen wie die des DTAD an: durch die frühzeitige Sichtbarkeit relevanter Vorhaben, die gebündelte Bereitstellung von Vergabe- und Projektdaten sowie eine strukturierte Aufbereitung von Informationen und Fristen, die Unternehmen schneller arbeitsfähig machen können.

Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass branchenübergreifend weiterhin Herausforderungen bestehen. Die DTAD-Trendanalyse macht sichtbar, welche Muster sich dabei im Markt wiederholen, wo Prozesse besonders aufwendig bleiben. Daraus entsteht ein klareres Bild dessen, was Unternehmen künftig leisten müssen, um erfolgreich zu bleiben. Sie dient damit aber auch als Grundlage, um bestehende Lösungen kontinuierlich weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen, an welchen Stellen der Markt weiterhin zusätzlichen Unterstützungsbedarf hat.