Verhandlungsvergabe

Früher oft als Freihändige Vergabe bezeichnet. Mit der eingeführten Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) wurde dieser durch die Verhandlungsvergabe ersetzt. Hintergrund: der Gesetzgeber wollte deutlicher herausstellen, dass es sich bei diesem Verfahren um ein reguläres Vergabeverfahren handelt, bei dem über die Angebotsinhalte in der Regel verhandelt werden kann. Der Auftraggeber wird bei Wahl dieses Verfahrens angehalten, die Gründe schriftlich festzuhalten und zu dokumentieren. Verhandlungsvergaben sind mit Teilnahmewettbewerb oder ohne Teilnahmewettbewerb durchzuführen.

Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb

Hier fordert der Auftraggeber eine unbeschränkte Unternehmensanzahl zur öffentlichen Abgabe von Teilnahmeanträgen auf. Mit diesem übermittelt der Auftraggeber alle geforderten Informationen, um die Eignung und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen auszuschließen.

Verhandlungsvergabe ohne Teilnahmewettbewerb

Bei dieser fordert der Auftraggeber mehrere, aber grundsätzlich mindestens drei geeignete Unternehmen zur Angebotsabgabe auf. Auch bei dieser Vergabe dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen. Im Unterschied zur Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb darf über Angebotsinhalte verhandelt werden. Ausgenommen sind die vom Auftraggeber festgelegten Mindestanforderungen der Leistungsbeschreibung.