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Angebotsfrist

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Als Angebotsfrist gilt der Zeitraum zwischen der Bekanntmachung der Ausschreibung und der Angebotsabgabe. Innerhalb dieser Frist müssen die Angebote der Bieter bei der Vergabestelle eingehen. Oberhalb der Schwellenwerte gilt gemäß den Vergabeordnungen eine Mindestfrist von 35 Kalendertagen bei Offenen Verfahren (§ 15 Abs. 2 VgV, § 10aEU Abs.1 VOB/A) und 30 Kalendertagen bei Nicht-Offenen Verfahren (§ 16 Abs. 5 VgV, § 10bEU Abs. 2 VOB/A) sowie im Verhandlungsverfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb (§ 17 Abs. 6 VgV, § 10c EU Abs. 1 iVm, § 10b EU Abs. 2 VOB/A). Im Wettbewerblichen Dialog und bei Innovationspartnerschaften gelten hingegen keine Angebots-, sondern lediglich Teilnahmefristen.


Bei der jeweiligen Fristsetzung sind grundsätzlich die Komplexität der Leistung und die Zeit für die Ausarbeitung der Angebote angemessen zu berücksichtigen (§ 20 Abs. 1 VgV, § 10 EU Abs. 1 VOB/A).


Eine Verkürzung der Angebotsfrist ist bei besonderer Dringlichkeit oder elektronischer Vergabe gemäß den jeweiligen Vergabeordnungen möglich. Eine weitere Verkürzungsmöglichkeit ergibt sich bei Nutzung einer Vorinformation gemäß § 38 VgV und § 12 EU Abs. 1 VOB/A. Unterhalb der Schwellenwerte ist eine angemessene Frist festzulegen.

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